Umweltmanagement - Kommunaler Umweltschutz


Aufgaben und Nutzen

Durch die neue EU-Verordnung EMAS steht das volle Instrumentarium eines modernen Umweltmanagementsystems nunmehr auch kommunalen Verwaltungen zur Verfügung.

Hierdurch können neue Indikatoren zur Beschreibung der Umweltleistung zur Anwendung kommen, die geeignet sind auch Aspekte des nachhaltigen Umgangs mit der Natur und natürlichen Ressourcen in das System einzubinden. Dies ermöglicht Städte- und Gemeindeverwaltungen die Umweltauswirkungen ihrer lokalen Agenda 21 einheitlich zu erfassen und standardisiert zu bewerten. Der Nutzen eines modernen Umweltmanagements zeigt sich hierin zukünftig als

Vorgehensweise

Um die Möglichkeiten umweltschonenden Verhaltens zu fördern, müssen die vorhandenen Potentiale für Umweltentlastungen erkannt und der für die Umsetzung nötige Handlungsbedarf beschrieben werden. Aus der Politik der Lokalen Agenda 21 werden dann die allgemeinen Umweltleitlinien formuliert.

Ausgangspunkt dazu ist ein umfassender Umweltcheck, der die Umwelteinwirkungen der Behörde in den Bereichen Material- und Abfallwirtschaft, Wasser und Abwasser sowie Energie- und Wärmeverbrauch analysiert. Aufbauend auf dieser Bestandsaufnahme wird ein Umweltprogramm erarbeitet, in dem sowohl technische Lösungsansätze, als auch organisatorische Maßnahmen zur Optimierung der Umweltschutzleistungen aufgezeigt werden.

Neben diesen internen Kriterien des Ressourcenverbrauchs in der Verwaltung, spielen bei der Gesamtbewertung des kommunalen Umweltschutzes ebenso externe Umweltauswirkungen eine große Rolle. Entstanden aus dem planerischen Verwaltungshandeln sowie der Aufsicht über Einrichtungen, die in ihrem Auftrag tätig sind, ist der Wirkungskreis externer Kriterien weitreichender. Mit Hilfe von festzulegenden Umweltindikatoren werden diese Auswirkungen in ausgewählten Tätigkeitsfeldern ebenfalls erfasst und bewertet, woraus auch für diesen Handlungsbereich Umweltleitlinien mit konkreten Umweltzielen und -maßnahmen formuliert werden können. Dabei soll ein auf allen Ebenen verständliches und in der Praxis funktionierendes Umweltmanagementsystem eingeführt werden.

Ausblick

Für die Städte und Gemeinden stellt eine offensive Wahrnehmung der Vorbildfunktion in Verbindung mit einer verstärkten Standortwerbung eine Chance zur weiteren Erhöhung des Images dar. Die Wahrung des vorhandenen historischen und kulturellen Erbes in Verbindung mit einer modernen Infrastruktur und im Verbund mit den umgebenden Naturschönheiten stellen die Herausforderung für städtische Entwicklungen in den kommenden Jahren dar, die besondere Handlungskonzepte bedarf, um effektive und nachhaltige Entwicklungen in den Städten und Gemeinden zu fördern.

Das Umweltbüro in Potsdam widmet sich intensiv dem Aufbau und der Pflege von kommunalen Umweltmanagementsystemen. Dabei gehört die Durchführung von individuellen Praxis- und Beratungsprojekten für eine ökologische Kommunal- und Unternehmenspolitik und einem zielgerichteten Umweltmanagement für gewerbliche und kommunale Institutionen zu unseren predestinierten Aufgaben. Im Rahmen eines Pilotprojektes und in Unterstützung durch das Land Brandenburg entwickelt das Umweltbüro den Aufbau und die Einführung eines leistungsstarken Umweltmanagement-systems für die Stadt Beelitz im Einzugsgebiet der Stadt Berlin. Die gesammelten Erfahrungen bilden die Plattform für ein übertragbares Modell, das anderen Städten und Gemeinden bei der Umsetzung eines eigenen Umweltmamagementsystems nach EMAS und DIN ISO 14000 zu Gute kommt.

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