Emission & Immission
Wohnraum
Schadstoffe in der Wohnraumluft
Die Belastung von Schadstoffen in Wohn-Innenräumen ist allgemein höher als im Aussenbereich. Das liegt u.a. an verwendeten Baustoffen, der Inneneinrichtung oder zusätzlichen Belastungen (Rauchen, Heizung, Anzahl der Personen). Das Umweltbüro berät private und gewerbliche Bauunternehmer und führt für Architekten und Ingenieure Beratungsprojekte zu Gefahrstoffen im Baubereich, diffusen und punktuellen Quellen im Wohnbereich sowie gesundheitlichen Auswirkungen durch. Bitte informieren Sie sich auch über unser laufendes Seminarangebot.
Leben Sie in einem gesunden Zuhause?
Die Antwort wird in manchen Fällen „Nein“ heißen können, in vielen Fällen „Ich weiß nicht“ lauten müssen, denn die Chancen auf eine gesunde Luft in den eigenen vier Wänden stehen nicht gut. Häufig sind wir unausweichlich einer Vielzahl von Schadstoffen in Baumaterialien und Einrichtungen ausgesetzt. Jedes Jahr werden mehrere hunderttausend Tonnen Chemikalien im Bausektor eingesetzt: In Bausteinen, Dämmstoffen, Holzverkleidungen und Bodenbelägen, in Farben, Lacken, Holzschutzmitteln und Teppichboden-klebern, in Möbeln, Lampen und Matratzen. Einige dieser praktischen Chemikalien haben auch eine Kehrseite: Fast unmerklich entweichen flüchtige Stoffe und sammeln sich in der Raumluft. In der Folge klagen immer mehr Menschen in Ihrer Wohnung über Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche, Augen- oder Atemwegsreizungen, werden von Allergien geplagt oder tragen schwere Schäden davon, ohne sich die Ursachen erklären zu können. Natürlich lässt sich nicht jedes Unwohlsein mit Wohngiften erklären, aber die Sensibilität ist gewachsen. Immerhin verbringen wir 75 bis 90 Prozent unserer Zeit in Innenräumen und mehr als die Hälfte davon in der Wohnung. Man spricht in diesem Zusammenhang vom „sick building Syndrom“, denn ein krankes Haus kann auch seine Bewohner krank machen.
Gesundes Wohnen
Eine Ursache für die Zunahme von Wohnkrankheiten ist der Wandel der Baustoffe. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden für den Bau eines Hauses rund 50 Baustoffe verwendet, heute geht die Zahl in die Hunderte. Bei allen Vorteilen des technischen Fortschritts fehlt für den Wohnbereich heute noch ein Schutzrecht vor gefährlichen Substanzen.
Wir spüren Schadstoffe im Wohnbereich auf. Neue Messverfahren und die verfeinerte Analysetechnik haben wesentlich dazu beigetragen, der Innenraumluftproblematik überhaupt auf die Spur zu kommen. Es gibt allerdings kein Messverfahren, was alle Schadstoffe findet. Es muss deshalb ein konkreter Verdacht vorliegen, um mit einem passenden Verfahren den verdächtigen Stoff aufzuspüren. Erst durch den Nachweis eines bestimmten Schadstoffes können gewisse Gesundheitsbeschwerden erklärt werden.
Wir informieren über gesundheitliche Risiken
So breit wie die Palette von Schadstoffen in der Innenraumluft ist, so breit ist auch das Spektrum möglicher Gesundheitsgefahren, das von ihnen ausgehen kann. Sie reicht von Unwohlsein und Kopfschmerzen über Allergien bis zu schweren Organschäden oder gar Krebs. Ob es zu Beschwerden kommt und zu welchen, ist von den Eigenschaften des Stoffes, seiner Konzentration in der Raumluft, den Kombinationswirkungen mit anderen Stoffen, der spezifischen Empfindlichkeit eines jeden Menschen und der Zeitspanne abhängig, die er dem Stoff ausgesetzt ist.
