Altlasten - Baugrundstück-Check
Schadstoffe im Boden sind gefährlich. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass Sie auf dem Grundstück nicht mehr bauen, leben und wohnen können. Kein Landkreis, keine Stadt, kein Dorf gilt heute noch als altlastenfrei. Knapp 200.000 Grundstücke haben die Landesbehörden inzwischen bundesweit als altlastenverdächtig registriert; täglich kommen neue hinzu. Durch die gezielte Nachforschung und Untersuchung des Grundstücks erfahren Sie, ob und welche Schadstoffe in welchen Konzentrationen im Boden lagern und ob das Grundstück saniert werden muss. Mit den zu erwartenden Sanierungskosten können Sie den Kaufpreis des Grundstücks erheblich reduzieren.
1. Grundstücks-Check
Als Eigentümer übernehmen Sie die Verantwortung für ein Grundstück: Sie haften für alle von Ihrem Grundstück ausgehenden Gefahren. Behörden können Sie zu Sanierungskosten bis zum vollen Grundstückswert verpflichten. Das gilt auch, wenn Sie nichts von den Gefahren für sich und Ihre Nachbarn gewußt haben, ahnungslos kauften oder erbten. Der Grund: In vielen Fällen ist der Verursacher nicht mehr zu ermitteln, man kann diesem die Schuld nich konkret nachweisen, oder er hat Konkurs gemacht.
Der Wert des Grundstücks sinkt enorm, wenn Gefährliches im Boden lagert. Haben Sie einen Kredit über eine Grundstückshypothek abgeschlossen, müssen Sie wegen des gefallenen Grundstückpreises mit überhöhten Zinsen rechnen. Extreme Umweltgifte veranlassen Behörden auch dazu, eine "Nutzungsbeschränkung" anzuordnen. Diese kann so umfassend sein, dass Sie Ihr Grundstück nicht mehr betreten dürfen.
Tipp
Um gefährliche Schadstoffe im Boden oder in der Bausubstanz auszuschließen, informieren Sie sich vor dem Kauf. Fragen sie Verkäufer und Nachbarn, informieren Sie sich über die Altlastenkataster vom Umweltamt.
Service: Das Umweltbüro stellt Ihnen gegen einen frankierten Rückumschlag einen Fragenkatalog zusammen, den Sie Nachbarn, früheren Nutzern und dem Umweltamt vorlegen können. zur Kontaktadresse
2. Tiefen-Prüfung
Wenn Sie verdächtige Anhaltspunkte gefunden haben oder in Ihren Recherchen nicht weiterkommen, helfen unsere Umweltschutz-Gutachter. Die Mitarbeiter des Umweltbüros beraten Sie und bestimmen das tatsächliche Gefährdungspotential über eine gezielte Recherche oder Untersuchung. Wir untersuchen auch das Haus auf Schadstoffe, um direkte Gesundheitsgefahren auszuschließen.
Wie gehen wir vor ...?
Auf der Suche nach Antworten gehen wir schrittweise vor, um überzogene Maßnahmen auszuschließen und unnötige Kosten zu vermeiden. Das hat den Vorteil, dass nach jedem Schritt die Arbeit beendet werden kann, wenn genügend Informationen vorliegen.
Im Altlasten-Kataster finden sich nur die Flächen, die den Behörden bekannt sind. Ist Ihr Grundstück nicht registriert, bedeutet dies nicht, dass keine Schadstoffe im Boden sind. In der historischen Recherche nutzen wir sämtliche vorliegenden Unterlagen z.B. Luftbilder und alte Karten der Vermessungsämter, der Stadt- und Kreisarchive, Informationen der Denkmalpfleger und aus den Bauakten des Bauordnungsamtes sowie Spezialkartenmaterialien von Fachbehörden und unserem eigenen umfangreichen Archiv.
Ergeben sich keine Verdachtsmomente aus der historischen Recherche bzw. der Orientierungsphase wird Ihnen vom Gutachter ein Unbedenklichkeitszertifikat zur Vorlage bei Banken, Versicherungen und der Behörde erstellt.
Werden Schadstoffe in erheblichem Umfang auf Ihrem Grundstück festgestellt, müssen diese zum Schutz der Bewohner und der Natur beseitigt bzw. gesichert werden. Hierfür bietet das Umweltbüro in Zusammenarbeit mit regionalen Partnern verschiedene effektive Lösungen an.
Was kostet das ...?
Wer nicht selbst von Amt zu Amt laufen will bezahlt für eine umfassende historische Recherche durch einen Umwelt-Gutachter je nach Aufwand rund 750 €.
Für die Tiefen-Prüfung muss der Altlasten-Gutachter Bodenproben entnehmen und untersuchen lassen. Geologische und technische Feldarbeiten kosten rund 500 €. Hinzu kommen rund 1000 € für die chemische Analyse und 750 € für gutachterliche Tätigkeit.
